Chronik

In Schwanfeld gab es bereits Anfang der 20er Jahre die ersten Versuche sportliche Betätigungen in Form eines Vereines zu strukturieren. So entschlossen sich im Jahre 1922 ca. 80 junge Schwanfelder den Radfahrerverein „Concordia“ zu gründen. Der erste Vorstand dieses Vereins war Anton Marschhäuser.

Bereits im Jahre 1923 verblasste jedoch das Interesse am Radfahren und die Jugend entdeckte das Fußballspiel und die Leichtathletik. Aufgrund des geänderten Betätigungsfeldes wurde die Deutsche Turnerschaft Schwanfeld gegründet. Der erste Sportplatz lag an der Theilheimer Straße, dort wo heute die Anwesen der Familien Kossner und Fähr stehen.

In den Jahren 1928/1929 fanden die ersten Fußballverbandsspiele statt. Dann sorgte die Bürgermeisterwahl im Jahre 1929 dafür, dass sich die Vereinsmitglieder zerstritten. Die gespaltenen Mitglieder organisierten sich in der Deutschen Turnerschaft Schwanfeld und der neugegründeten Deutschen Jugendkraft Schwanfeld. Die Deutsche Jugendkraft fand ihre neue Spielstätte hinter der Gaststätte Hack.

Die politischen Entwicklungen im Jahre 1933 führten zur Auflösung der Deutschen Jugendkraft Schwanfeld. Die Deutsche Turnerschaft blieb zwar noch bestehen, jedoch führten der wirtschaftliche Verfall und der fehlende Nachwuchs zum Ende des Vereines.

Ein 1936 gegründeter Turn- und Sportverein Schwanfeld wurde mit dem Ausbruch des 2.Weltkrieges im Jahre 1939 verboten.

 

Nach den Kriegswehen trafen sich im Jahre 1945 48 sportbegeisterte Schwanfelder in der Gaststätte Hack. Ziel ihrer Zusammenkunft war die Gründung eines neuen Sportvereines. Man schrieb den 04.November 1945. Es wurde der Sportverein Schwanfeld 1945 ins Leben gerufen. Zum 1.Vorstand wählte man den Schuhmachermeister M. Jonas, als seinen Stellvertreter Michael Fröhr. Die Sportkameraden Michael Barth und Wilhelm Römmelt übernahmen die Ämter Kassier und Schriftführer. Durch die Gemeinde wurde eine Ackerfläche vor den Eisweihern an den SV Schwanfeld verpachtet. Der Acker wurde geebnet und der Verbandsspielbetrieb konnte 1946 beginnen. Im Jahre 1946 führte Anton Marschhäuser und 1947 Ludwig Popp den Verein.


In diesem Zeitraum bildete sich mit der Tischtennisabteilung die erste Unterabteilung des Sportvereines.

Am 09.09.1947 wurde der Sportverein durch das Landratsamt lizenziert. Der Sportverein konnte sich ständig steigender Mitgliederzahlen erfreuen.


In den darauffolgenden Jahren bis ins Jahre 1954 wurde der Verein in verschiedenen personellen Zusammensetzungen geführt. Die Fußballmannschaft erlebte ein Auf und ein Ab durch die Spielklassen. Des weiteren fand sich eine Handballmannschaft und die erste Jugendfußballmannschaft zusammen.  Trotz dieser Entwicklungen sanken die Mitgliederzahlen zum Jahresende 1953 auf den neuen Tiefstand von 77 Mitgliedern.


Anton Marschhäuser übernahm erneut die Vereinsführung und konnte gestärkt durch eine außerordentliche Generalversammlung im Jahre 1954 mit frischem Mut ans Werk gehen.  Eine Jugendkorbballmannschaft und eine 2. Fußballmannschaft wurden ins Leben gerufen.

Aufgrund der wieder steigenden Mitglieder wurde der Ruf nach einem Sportheim laut. Es konnte trotz der schwierigen finanziellen Situation und des unermüdlichen Einsatzes von Dr. Armin Römmelt mit relativ geringen Mitteln (10000 DM) realisiert werden (1957). 120 Vereinsmitglieder halfen aktiv am Bau des Vereinsheimes mit.

Die Vereinssatzung wurde angepasst (1955), wobei unter anderem festgelegt wurde, dass alle drei Jahre Vorstandswahlen durchzuführen sind. Dies hat bis heute noch Bestand. Auch im Vereinsregister beim Amtsgericht Schweinfurt wurde der „SV“ eingetragen und durfte das Kürzel „e.V.“ führen.


Die Gründung einer Schülerfußballabteilung, unter der Leitung von Herbert Faulhaber zeigte in den 60er Jahre Erfolge. Es konnten immer wieder gute Spieler der 1.Mannschaft zugeführt werden, so dass im Jahre 1967 der Sportverein Schwanfeld sogar an den Aufstiegsspielen zur Unterfrankenliga teilnahm. Leider misslang dies, jedoch wurden beim entscheidenden Spiel gegen den FC Sand 2000 Zuschauer gezählt.


1969 begann die Hochzeit des Schwanfelder Fußballs. Man stieg in die Bezirksliga auf und gehörte dieser auch 10 Jahre an.  Helmut Stahl übernahm 1970 die Vorstandschaft von Ernst Weidinger, der 9 Jahre im Amt war. Im Jahre 1973 bildeten sich die Abteilungen Frauengymnastik, Kinderturnen und Tennis.  Am 20.07.1975 konnte der Anbau des zu klein gewordenen Sportheimes eingeweiht werden. Der Trainingsplatz auf dem ehemaligen Eisweiher stand kurz vor der Fertigstellung.

Seit 1977 besteht auch die Tischtennisabteilung wieder. Die Trainingseinheiten und Rundenspiele werden in der Turnhalle der Verbandsschule Schwanfeld abgehalten.


Der Tennisabteilung konnte im Jahre 1978 die Tennisanlage mit zwei Sandplätzen im Bereich der alten Kleingärten übergeben werden.  Vereinsvorstand Helmut Stahl übergibt 1983 das Amt des 1.Vorstandes an Reinhard Kleylein. Nachdem die Bewirtung des Sportheimes jahrelang von Mitgliedern durchgeführt wurde, entschied sich die Vorstandschaft das Sportheim ganzjährig zu verpachten.

Von 1989 – 1990 übernahm nochmals Helmut Stahl die Führung des Sportvereines. Anschließend übernahm Günther Buld die Vorstandschaft des Vereines. 
Ebenfalls 1990 wurde der Anbau der neuen Küche des Sportheimes in Betrieb genommen.

Ein weiterer großer Meilenstein in der Entwicklung des „SV“ ging 1992 in die Planung und zwar die Verlegung des Tennisgeländes in den Bereich oberhalb des Fußballtrainingsplatzes. Für die Planung und Umsetzung des gesamtes Projektes zeichnete der ortsansässige Architekt Michael Seuling verantwortlich. Dank der Mitarbeit von Volker Klier aus Rottendorf wurden für die Baumaßnahme erhebliche Fördermittel des BLSV zugesagt. Unter anderem durch die tatkräftige Unterstützung einiger Vereinsmitglieder, wie z. B. Peter Gleitsmann, Oskar Brach, Reinhold Maurer oder Wolfgang Schneider konnten erhebliche Teile der Anlage in Eigenleistung erstellt werden. Im Rahmen eines kleinen Festaktes wurde die Tennisanlage im Jahre 2000 offiziell eingeweiht.

Im Laufe der Zeit wurden weitere Unterabteilungen gegründet. (Volleyball 1998, Trampolin 1998)  Der Volleyballabteilung ist es auch zu Verdanken, dass eine weitere Spielstätte des Sportvereines geschaffen wurde. Im Bereich zwischen dem Trainingsplatz und der Tennisanlage entstand ein Beachvolleyballfeld, dass nicht nur bei den Volleyballern einen großen Anklang findet. Im Rahmen eines Turniers wurde das Feld im Jahre 2001 seiner Bestimmung übergeben.


In den letzten Jahren sorgte der SV Schwanfeld mit sportlichen Erfolgen aus allen Abteilungen immer wieder für Schlagzeilen. So konnte u. a. die Trampolinabteilung mehrere Meistertitel, bis hin zur Süddeutschen Meisterschaft vermelden. Hier darf natürlich nicht unerwähnt bleiben, dass Frau Susanne Kerkhoff als Aktive und Trainerin einen nicht unerheblichen Anteil daran hat.


Der Korbballabteilung gelang es, mit einer Jugendmannschaft bis in die Landesliga Jugend 14 aufzusteigen und sogar im Jahre 2002 die Bayerische Vizemeisterschaft zu feiern.

Im Jahre 2003 übernahm Thomas Lintl als 1.Vorstand die Vereinsführung von Günter Buld, der dem Verein über 10 Jahre vorgestanden hatte.

Die Fußballabteilung konnte im Jahre 2004 ebenfalls Erfolge vermelden. So gelang der langersehnte Aufstieg der 1. Mannschaft in die Kreisklasse Schweinfurt 1. Offensichtlich angespornt von diesem Erfolg schaffte die A-Jugend ebenfalls den Sprung in die nächsthöhere Spielklasse.  Erfreuliches gab es im Jahre 2004 auch von der Tischtennisabteilung zu berichten. Der Verband bot der 1.Jugendmannschaft aufgrund ihrer Meisterschaft das Überspringen einer kompletten Spielklasse an und spielt seitdem in der 1.Jugendbezirksliga.


Der Sportverein Schwanfeld blickt auf eine erlebnisreiche 60-jährige Vereinsgeschichte zurück und hofft auch in der Zukunft die Wünsche der Vereinsmitglieder in Einklang mit den Vereinsfinanzen und den Belangen der Gesellschaft zu bringen.

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